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LeitbildEthisch motivierter Veganismus ist ein utopisches Konzept. Es beinhaltet eine radikale Veränderung der vorherrschenden Muster menschlicher Ausbeutung von – und der Gewalt gegenüber –nichtmenschlichen Tieren. Ethisch motivierter Veganismus greift die Strukturen ethischer und ästhetischer Werte an, die gegenwärtig mit den meisten Systemen menschlicher Nahrungsmittelproduktion und -Konsumption verbunden sind, welche für Billionen empfindungsfähiger Kreaturen unsägliches Leid bedeuten. Sowohl nichtmenschliche als auch menschliche Tiere würden weitreichende Verbesserungen ihrer Lebensqualität und der Qualität ihrer Umwelt erfahren, würde die „Vegatopie“ Wirklichkeit. Um dieses Ziel zu erreichen versucht Vegatopia…
Wer wir sindDie Mitbegründer von Vegatopia, Karen Morgan und Matthew Cole, sind SoziologInnen und leben und arbeiten in Großbritannien. Unsere Forschungs- und Lehrinteressen beinhalten ethisch motivierten Veganismus, Gewalt gegenüber nichtmenschlichen Tieren, die Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere/Tierrechte, Gender und Gewalt, Arbeitslosigkeit, Utopie-Studien, menschliche Sexualität und Kriminologie.
Definition des Begriffs VeganerInEinE VeganerIn versucht, soweit wie möglich, den Schaden, den sie/er im Zuge ihres/seines Lebens allen (nichtmenschlichen und menschlichen) Tieren zufügt, zu minimieren. Das beinhaltet die Wahl einer auf pflanzlichen Lebensmitteln basierenden Ernährung (die ergänzt wird mit anderen nicht-tierischen Nahrungsmitteln wie Pilzen und Mineralien); die Definition des Begriffs "Veganismus"Veganismus ist die Praxis – soweit wie möglich – das Schädigen aller (nichtmenschlichen und menschlichen) Tiere zu vermeiden. Er umfasst die Wahl einer auf pflanzlichen Lebensmitteln basierenden Ernährung (die ergänzt wird mit anderen nicht-tierischen Nahrungsmitteln wie Pilzen und Mineralien); die Entscheidung für Produkte, die nicht auf der Gewalt gegen Tiere oder der Ausbeutung von Tieren basieren; sowie den Einsatz
Eine Anmerkung zu den DefinitionenDie meisten Definitionen von Veganismus beginnen mit einer Auflistung dessen, was VeganerInnen nicht essen, trinken, tragen oder tun. So neigen sie dazu, ein Allgemeinverständnis von Veganismus zu reproduzieren, das schwer zu erreichen und aufrechtzuerhalten ist. Im Gegensatz dazu möchte Vegatopia behaupten, dass Veganismus – vorausgesetzt es sind ausreichend Informationen, Ressourcen und soziale Unterstützung verfügbar – sowohl leicht als auch sehr angenehm zu praktizieren ist. Deshalb betonen die Definitionen von "VeganerIn" und "Veganismus", die Vegatopia befürwortet, Konsumverhalten und Aktivismus der VeganerInnen, anstatt hervorzuheben was sie „vermeiden“ oder „opfern“.
Veganismus und UtopismusMatthew Cole In seinem 1979 erschienen Artikel, “Dietethics: Its Influence on Future Farming”, unterstützte Jon Wynne-Tyson die Vision der Vegan Society von einer gartenbauerischen Zukunft: Utopie-Studien sind ein Forschungszweig der Sozialwissenschaften, der die Geschichte der Versuche, Strukturen der Herrschaft und Ausbeutung radikal zu hinterfragen und zu verändern zum Gegenstand hat. Wynne-Tyson's Worte legen mithin eine Verbindung zwischen utopischen Überlegungen und Handlungen einerseits und andererseits den Ansprüchen auf Veränderung, die im Prinzip des Veganismus enthalten sind, nahe. Kurzum, sie sprechen für eine Vegatopie. Jenseits der utopischen persönlichen Veränderungen und der Veränderungen in den Beziehungen zu anderen Menschen, die VeganerInnen erfahren, hat Veganismus selbstverständlich wesentlich weitreichendere Auswirkungen: Wie Wynne-Tyson's Vision nahe legt, fordert Veganismus die Befreiung nichtmenschlicher Tiere anstelle von Versklavung, Qual und Ermordung sowie eine Umweltverträglichkeit anstelle von Umweltzerstörung. Veganismus beinhaltet auch Konsequenzen für die utopische Theorie: Er fordert nicht nur, die Grenzen utopischen Denkens dahingehend auszuweiten, nichtmenschliche Tiere in den Geltungsbereich mit einzubeziehen, sondern sie in jeder Vision einer gerechten und friedlichen Welt als zentral zu betrachten. Die radikalste und utopischste Verheißung des ethischen Veganismus besteht darin, dass wir menschlichen Tiere die Gewalt gegenüber anderen Tieren beenden, dass wir von unseren Ansprüchen der Eigentümerschaft und Kontrolle über sie abschwören, und die anmaßende Annahme aufgeben, dass das Universum und all die anderen Lebewesen, die es beherbergt als ausbeutbare Ressourcen zu unserem alleinigen Nutzen existieren.
Eine kurze Entstehungsgeschichte von VegatopiaKaren Morgan Die Idee zu dieser Webseite entsprang unserer Frustration über die vielen Klischees und Missverständnisse, die in Bezug auf VeganerInnen und Veganismus existieren. Nachdem wir uns eine Zeit lang mit den irreführenden und falschen Kommentaren in den Medien und im Rahmen des öffentlichen Diskurses abgefunden hatten, bestürzte uns zunehmend das Fehlen gezielter und effektiver Anstöße zu diesem Thema aus dem Bereich der Hochschulen. Unsere Besorgnis entsprang sowohl den praktischen Belangen, etwa der unzulänglichen Nahrungsversorgung für VeganerInnen innerhalb der meisten akademischen Institutionen oder der überwiegenden Mehrheit wissenschaftlicher Konferenzen, als auch, intellektuell betrachtet, dem Schweigen der "veganen Stimme" innerhalb der akademischen Forschung. In einer Zeit, in der das öffentliche Bewusstsein und die Besorgnis in Bezug auf Umweltfragen, menschliche Gesundheit, intensive Landwirtschaft und Nahrungsmittelkonsum zunehmen, müsste Veganismus als besonders vorausschauend erscheinen. Und doch, ließe sich argumentieren, schaden die unkritischen Reproduktionen der Klischees – wie dem des veganen Asketismus –, welche sich in manchen der wenigen akademischen Artikel wiederfinden, die sich mit Veganismus beschäftigen, mehr als sie nutzen. Zumindest liefern sie einen missverständlichen Eindruck davon, wie es ist, einE VeganerIn zu sein sowie von den Vorzügen und Nachteilen, die mit der Wahl eines solchen Lebensstils verbunden sind. Zudem wurde uns die Kluft zwischen Aktivismus und der akademischen Welt immer bewusster. Die Zusammenarbeit zwischen akademischen Disziplinen und politischem Aktivismus hat sich in anderen Bereichen als erfolgreich erwiesen, vielleicht allen voran im Rahmen der feministischen Bewegung und der Hervorhebung der Immanenz der Gewalt gegen Frauen. Ähnliche Zusammenarbeiten, die in kleinem Ausmaß zwischen AkademikerInnen und Gruppen veganer AktivistInnen existieren, sind nicht vergleichbar und erreichen selten ein größeres Publikum. Die Kompetenzen, die beide Gruppierungen auszeichnen, könnten sich als unbezahlbar für beide Seiten und für das Primärziel der Beendigung von Ausbeutung und Leid nichtmenschlicher Tiere erweisen. Da sich unsere Forschungsinteressen zunehmend dem Thema des Veganismus annäherten, beschlossen wir, es wäre an der Zeit für eine praktische Antwort auf diese Fragen, die auf Matthews Konzept der Vegatopia aufbauen sollte. So wurde die Idee zu dieser Webseite geboren!
Vegatopia aussprechen'Vegatopia' setzt sich aus der Vorsilbe 'vega-', von 'vegan' und der Endsilbe '-topia' aus dem Wort 'utopia' zusammen. Die Aussprache folgt deshalb der des englischen Begriffs "vegan" ['viːgən] mit einer Betonung auf der ersten Silbe, einem verlängerten "i". Die Aussprache von Vegatopia entspricht daher der Aussprache von "vegan", wie im The Vegan-Magazin beschrieben: "... das Wort "Vegan" sollte veegan ausgesprochen werden, mit einer Betonung der ersten Silbe und einem "g" wie in "go"" Frühling 1947; Vol 3, Nr.1, S.13. |
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Web Design ©2008 Matthew Cole Last updated: 27-Jun-2009 |